25.02.2021

PUBA befürwortet Windenergieanlage im Kreulkerhok

Anfang Dezember 2020 haben die Rekener Gemeindewerke einen Antrag auf Errichtung und Betrieb einer Windenergieanlage beim Kreis Borken eingereicht. Der Standort befindet sich auf einer landwirtschaftlich genutzten gemeindeeigenen Fläche im Bereich des ehemals geplanten Westmünsterland Gewerbepark A 31 im Kreulkerhok. Im Verlauf der Sitzung vom 23. Februar haben die Mitglieder des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses (PUBA) das Engagement der Gemeinde-werke zur klimaschonenden Energieerzeugung begrüßt und die Gemeindeverwaltung parteiübergreifend wie einvernehmlich beauftragt, das Antragsverfahren weiterhin positiv zu begleiten. Gleichzeitig regte das Gremium an, dass die Gemeindewerke in der Bauherrschaft bleiben, Betreiber der Anlage werden und dass entsprechende Haushaltsmittel im Haushaltsplan für das Jahr 2022 vorzusehen sind.

Die Mitglieder des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses sprechen sich einstimmig für den Bau und den Betrieb einer Windenergieanlage durch die Gemeindewerke auf einer gemeindeeigenen Fläche im Bereich des ehemals geplanten Westmünsterland Gewerbepark A 31 aus.

Heinz Thier, Geschäftsführer der mit der Projektierung und Begleitung beauftragten Münsteraner Fachfirma BBWind, hatte die PolitikerInnen zuvor ausführlich über das Vorhaben informiert. Errichtet werden soll eine Windenergieanlage (WEA) des Herstellers GE Renewable Energy (Salzbergen) mit einer Nabenhöhe von 161 und einem Rotordurchmesser von 158 Metern, bei senkrecht positioniertem oberem Rotorblatt somit einer Gesamthöhe von 240 Metern. Die Nennleistung der Anlage liegt bei 5.500 kW. An dem vorgesehenen Standort können somit rund 14,2 Millionen kWh Strom jährlich erzeugt werden.

Die Gesamtinvestition für die Anlage liegt bei circa 8 Millionen Euro einschließlich aller Gutachter- und der Baugenehmigungskosten. Auf der Grundlage einer Einspeisevergütung von 6,71 ct / kWh und unter Berücksichtigung der laufenden Kosten z.B. für eine Vollwartung errechnet sich über eine angenommene 20-jährige Betriebszeit eine Auszahlungssumme von knapp 6 Millionen Euro, eine Gesamtkapitalrendite von 6,9 Prozent und eine Gesamtausschüttung von 311,5 Prozent (158,2 % im 1.-10. Jahr, 153,3 % im 11.-20. Jahr). Mit der Inbetriebnahme der Anlage, so teilte Thier mit, sei Ende 2022 oder Anfang 2023 zu rechnen.

Durch den Bau der Windenergieanlage wird sich die derzeitige Situation erneuerbarer Energieträger in Reken nachhaltig ändern. Im Jahr 2019 wurden in der Mühlengemeinde 75,5 Mio. kWh Strom verbraucht. Demgegenüber steht eine Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien von ca. 68,6 Mio. kWh. Die Differenz zur sogenannten Energieautarkie der Gemeinde liegt also bei 6,9 Mio. kWh. Mit der Errichtung der Windenergieanlage, die ja rund 14,2 Mio. kWh Strom erzeugt, wird die Gemeinde Reken spätestens energieautark und erzeugt mehr Strom aus erneuerbaren Energien als insgesamt verbraucht wird.

Bürgermeister Manuel Deitert konstatierte abschließend: „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Gemeindeverwaltung der Politik raten wird, die Maßnahme mit Blick auf die Schuldenfreiheit und auf die Vermeidung von Sollzinsen voll und ganz aus vorhandenen eigenen Mitteln zu finanzieren.“ Außerdem wies der Gemeindechef darauf hin, dass eine Abwicklung des Baus und des Betriebs der Windenergieanlage durch die Gemeindewerke ein echtes und absolut faires Bürgerbeteiligungsmodell sei: „Nur so profitieren alle Rekener Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel über niedrige Steuern und Gebühren gleichermaßen von der Rendite aus dem Projekt.“