09.10.2020

Lokaler Teilhabekreis wird in Bauprojekte eingebunden

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 26. August ist über den Antrag "Barrierefreies Reken" der SPD Fraktion vom 7. August beraten worden. Dabei wurde der Beschluss gefasst, dass zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Vertreter des Lokalen Teilhabekreises eingeladen werden sollen mit dem Ziel, ein Verfahren zu erarbeiten, den Lokalen Teilhabekreis bei künftigen Bauprojekten im Beteiligungsverfahren einzubinden. In der Sitzung vom 7. Oktober haben Christoph Hartkamp und Marko Trenkel den Damen und Herren des Ausschusses jetzt den Lokalen Teilhabekreis im Detail vorgestellt, insbesondere dessen Zusammensetzung und die bisherigen Aufgabenbereiche.

Christoph Hartkamp (l.) und Marko Trenkel (r.) informieren den Haupt- und Finanzausschuss in dessen Sitzung am 7. Oktober über den Lokalen Teilhabekreis Reken.

Die beiden Ehrenamtler erläuterten, dass die Behindertenrechtskonvention der UNO weltweit eine Gesellschaft ermöglichen und fördern soll, in der Menschen mit und Menschen ohne Behinderung partnerschaftlich zusammenleben können. Genau diese Perspektive, allerdings auf lokaler Ebene, hat sich der im November 2012 gegründete Lokale Teilhabekreis Reken als oberstes Ziel gesetzt. „Unterschiedlich zu sein ist normal“ – unter diesem Motto engagiert sich die Gruppierung seither dafür, dass Menschen mit und ohne Handicap zusammen kommen und gemeinsam etwas unternehmen. Ganz egal, ob im kulturellen, sportlichen oder geselligen Bereich.

Mit im gemeinsamen Boot sind Bewohnerinnen und Bewohner des Benediktushofes in Maria Veen, der Verein Leben im Alter, der CBF Reken, der Freundeskreis für Behinderte und Nichtbehinderte, der GemeindeSportVerband, die katholische Kirchengemeinde St. Heinrich, die evangelische Kirchengemeinde, die Rekener Farbmühle, das Haus Maria Veen und Mitarbeiter des Benediktushofes sowie der Rekener Gemeindeverwaltung. Mitgewirkt habe der Lokale Teilhabekreis, so die beiden Herren, unter anderem auch schon in der Vergangenheit bei der behindertengerechten Gestaltung von Wegen und baulichen Maßnahmen, bei der Aktion Reken rockt, der Installierung des Ehrenamtsbüros, bei den Reken ist bunt-Kinderfesten, bei den Rad- und Wandertagen, bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Waldkapelle sowie bei der Stuhlaktion „mein Platz in der Gemeinde Reken“.

Ohne Gegenstimme votierte der Ausschuss anschließend dafür, dem Lokalen Teilhabekreis zukünftig Informationen über die Rekener Bauleitplanverfahren zur Kenntnis zu geben und vor den entsprechenden Entscheidungen die Empfehlungen und Anregungen der Gruppierung einzubeziehen. Über die Eingliederung eines ständigen beratenden Mitglieds aus den Reihen des Lokalen Teilhabekreises in den Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss PUBA soll vom noch zu konstituierenden Gemeinderat und den neuen Ausschüssen entschieden werden. (hh)