02.04.2020

LandFrauen nähen Stoffmasken

Angela Schulze Tenbohlen arbeitet in einer Letter Apotheke. Als sie mit den Kolleg*innen vor ein paar Tagen von ihrer Chefin eine medizinische Gesichtsmaske überreicht bekam, war sie erfreut, aber auch schockiert. „20 Euro pro Atemschutz hat die Internet-Bestellung gekostet“, berichtet die Vorsitzende der LandFrauen Reken und fährt fort: „Dieser Wucherpreis ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Zu Hause habe ich dann sofort Kontakt mit unseren Vereinsmitgliedern aufgenommen, um möglichst viele Masken für Rekener Altenpflegeheime und ähnliche Einrichtungen zu nähen und kostenlos zur Verfügung zu stellen.“

Verena Baumeister vom Vorstand  der LandFrauen übergibt selbst genähte Mund-Nase-Masken an Thorsten Neumann, den Heimleiter des Altenpflegeheims Maria Veen.

Der Aufruf an die LandFrauen hat funktioniert. Über zehn Näherinnen machten sich auf ihren Höfen und in ihren Wohnungen sofort an die Arbeit, um aus den vom Verein zur Verfügung gestellten Materialien nach einer professionellen Vorlage Mund-Nase-Masken zu fertigen. Diese sind aus doppelt gelegter, bei 60 Grad waschbarer Baumwolle hergestellt und dienen dazu, das Gegenüber zu schützen. Für den Einsatz im medizinischen Bereich sind sie nicht geeignet, sondern ausschließlich für den privaten Bedarf oder im Pflegebereich. Natürlich ersetzt der Mundschutz nicht die sonstigen Regeln zum Einhalten der Hygiene wie zum Beispiel das Händewaschen oder das Desinfizieren.

Auch die Mitarbeiter*innen der Caritas Reken freuen sich über die gespendeten Stoffmasken

Am ersten April-Mittwoch haben die LandFrauen jetzt die ersten Masken an das Altenpflegeheim Maria Veen und an die Rekener Caritas ausgeliefert, wo die Freude verständlicherweise groß war. „Wir nähen natürlich weiter und hoffen, in der augenblicklich schweren Zeit einen kleinen, aber wichtigen Beitrag für das Allgemeinwohl in unserer Gemeinde leisten zu können“, konstatiert Angela Schulze Tenbohlen. Sie hofft zusammen mit den Rekener LandFrauen darauf, mit der Aktion auch anderen Personen, Vereinen oder sonstigen Institution einen Anstoß zu geben, ebenfalls in die Produktion einzusteigen und für ganz Reken zu nähen.“ (hh)

So sehen sie aus, die von den Landfrauen Reken in Heimarbeit produzierten Stoffmasken.