26.10.2019

Bronzekunstwerk Hülstener Dorfschule: Gedankenaustausch vor Ort mit Bernd Streiter

Bernd Streiter ist ein bekannter Bildhauer aus Mödlich a.d. Elbe. Er hat im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Bronzen für den öffentlichen Raum geschaffen, unter anderem in Schwerin, Hagenow, Wittenburg und Pritzwalk. Auch in Lenzen a.d. Elbe steht eine solche Streiter-Skulptur, immer wieder bewundert von Rekener Bürgerinnen und Bürger während ihrer oftmaligen Besuche in der Partnergemeinde. Was lag also näher, als den 57jährigen mit der Planung und Schaffung eines von der CDU-Fraktion beantragten und vom Haupt- und Finanzausschuss am 19. Juni einstimmig beschlossenen Bronzekunstwerks ‚Hülstener Dorfschule‘ zu betrauen?

Künstler und Bildhauer Bernd Streiter (2.v.r.) deutet Gottfried Uphoff, Manuel Deitert und Josef Wenning (v.l.n.r.) die Haltung des Lehrers in dem Bronzekunstwerk „Hülstener Dorfschule“ an.

„Durch die Verpflichtung von Bernd Streiter bekommen wir nicht nur eine Bronze von hoher künstlerischer Qualität, sondern schlagen gleichzeitig auch eine weitere Brücke zu unseren Freunden in Lenzen“, stellt Bürgermeister Manuel Deitert bei einem persönlichen Gedankenaustausch mit dem Kunstschaffenden im Beisein des 1. Beigeordneten Gottfried Uphoff und des Bauamtsleiters Josef Wenning fest. Direkt vor Ort im heutigen Vereinsheim und damit in der früheren Hülstener Dorfschule natürlich, gleich gegenüber dem Platz in den Grünanlagen, wo das Arrangement  bis zum Pfingstfest - sprich bis zum nächsten Hülstener Schützenfest - gut sichtbar und begehbar platziert werden soll.

Auf Anregung des 1. Beigeordneten Gottfried Uphoff (3.v.l.) tauscht sich Bernd Streiter (2.v.r.) mit Jacqueline Menke, Ulrike Benson, Liza Ettwig, Veronika Wenker und Bernhilde Wüller (v.l.n.r.) über künstlerische Projekte in Lenzen und Reken sowie über mögliche Schnittpunkte und eine gegenseitige Kooperation aus. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass ein Workshop mit Bernd Streiter durchaus zu realisieren und ein Gewinn für die Farbmühle wäre. Andererseits sind die Damen sehr daran interessiert, die Arbeiten an dem Hülstener Bronzekunstwerk von dem Künstler direkt vor Ort in Lenzen erläutert zu bekommen. Ins Auge gefasst wird ein Besuch der Farbmüllerinnen im Streiter-Atelier zu Beginn des kommenden Jahres, möglicherweise zum Lenzener Karneval.

Die Darstellung einer Klassensituation, die aus der Bronzefigur eines typischen Dorfschullehrers, einer historischen Holz-Schulbank und einer Schiefertafel unter einer hölzernen Dachkonstruktion bestehen könnte, wird vom Künstler kritisch gesehen. „Insbesondere das Dach stört meiner Meinung nach die Wirkung ganz erheblich“, wirft der Künstler ein. Er schlägt stattdessen vor, das Kunstwerk in einem ersten Schritt aus einer optisch an den früheren Hülstener Schulleiter Josef Groning angelehnten Bronzefigur, einer ebenfalls aus Bronze gegossenen Schülerin mit Zöpfen und Schulranzen sowie einer   Schiefertafel mit Kreidekasten zu produzieren.

Montiert werden könnte das Ensemble auf einer rechteckigen Pflasterfläche in Form eines ungefähr 4x5 Meter großen Klassenzimmers, drumherum angereichert mit Sitzmöglichkeiten für Radler, Wanderer und sonstige Interessierte. Damit wäre, so Streiter, die Anlage interaktiv ausgestaltet. Besucher könnten nicht nur das Objekt betrachten, sondern mit Kreide auf der Tafel einen Gruß hinterlassen oder einfach nur ein Selfie mit der Gruppe machen. Im Falle einer solchen Lösung wäre er auch bereit, der Gemeinde weiter entgegenzukommen. Manuel Deitert, Gottfried Uphoff und Josef Wenning stehen dem Vorschlag des Künstlers positiv gegenüber. Sie weisen aber darauf hin, dass dazu kurzfristig ein überarbeitetes Konzept Bernd Streiters mit Kostenstellen erforderlich und dass die endgültige Entscheidung über die angedachte Novellierung von den politischen Gremien der Gemeinde zu treffen sei. (hh)