Nisthilfen für Meisen

Meisenkästen am laufenden Band werden zurzeit in der Werkstatt für behinderte Menschen des Benediktushofes gebaut. Die Kästen dienen als Nisthilfen für Kohl- und Blaumeisen. Diese wiederum können dabei helfen, Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Denn Meisen haben deren Raupen „zum Fressen gern“.

Tobias Güttler, Beschäftigter in der Werkstatt für behinderte Menschen, produziert Nistkästen wie am Fließband.

Tobias Güttler ist einer von 13 Beschäftigten in der Holzbearbeitungsgruppe der WfbM. Er baut und montiert die Meisenkästen, für die es verschiedene Abnehmer gibt: einzelne Gartenbesitzer, die die Nistkästen an ihren Eichen aufhängen, um die Bäume vor den Schädlingen zu schützen. Oder auch Betriebe mit Außengastronomie, die ihre Gäste im Sommer vor den Juckreiz und Allergien auslösenden Brennhaaren der Eichenprozessionsspinner bewahren wollen.

Die Idee, Eichenprozessionsspinner als lebendiges Meisenfutter zu nutzen, ist übrigens nicht neu. Versuche im niederländischen Groesbeek (Provinz Gelderland) haben gezeigt, dass die Verbreitung der Raupenplage mit Hilfe von Meisen verringert werden kann. Auch in Kommunen des Münsterlands gibt es Überlegungen, den gesundheitsgefährdenden Raupen mit dem Einsatz von Nistkästen auf natürliche Art und Weise zu Leibe zu rücken.

In der Werkstatt des Benediktushofes werden die Meisenkästen fertig montiert an die Kundschaft abgegeben, berichtet Güttler. Wenn aber zum Beispiel größere Gruppen oder Schulklassen Interesse haben, eigene Kästen selbst zusammenzubauen und zu gestalten, könnten auch komplette Bausätze zusammengestellt werden. Kontakt: Werkstattlädchen am Benediktushof (Telefon 02864/ 889-578) oder Holzwerkstatt in der WfbM (Telefon 02864/ 899-586). (pi/hh)