Mit St. Martin zur Mühle

Mehr als 100 Kinder sowie deren Geschwister, Eltern und Angehörige nahmen bei kaltem, zum Glück aber trocknem Wetter am diesjährigen Martinsumzug des evangelischen Familienzentrums „Der Gute Hirte“ teil. Mit wehendem roten Rock führte St. Martin die bunte und leuchtende Prozession auf einem prächtigen Rappen an. Zu den Klängen des Posaunenchors ging es vom Kindergarten aus in flottem Schritt zur imposanten und festlich erleuchteten Mühle auf dem in unmittelbarer Nähe liegenden Möll’nberg. Dort versammelten sich mehrere hundert Personen aus der ganzen Gemeinde.

Ihre Laternen haben die Kinder des evangelischen Familienzentrums selbst gebastelt.

In erster Reihe natürlich die Steppkes mit ihren selbst gebastelten, farbenprächtigen Laternen und mit großen, erwartungsvollen Augen. Gebannt verfolgte der Nachwuchs, wie St. Martin seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Hälften zerschnitt und mit einem frierenden Bettler teilte. Nach dem Lied „Laterne, Laterne“ ging es dann zurück zum Kindergarten, wo die Mitarbeiterinnen der Einrichtung eine kleine Feier bei Kakao, Glühwein, Brezeln, Hot-Dogs und Reibekuchen vorbereitet hatten.

Vor der Rekener Turmwindmühle und vor großer Kulisse teilt St. Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler.

Sandra Rentmeister, Leiterin der Kita an der Von-Ketteler-Straße, bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei allen Beteiligten - bei der Gemeinde Reken und bei den Eltern für die Unterstützung sowie bei den Sponsoren. Erleichtert stellte sie fest: „Unser 37. Martinsumzug führte erstmals zur Mühle mit ihrem einzigartigen Ambiente. Den vielen Kinder und den zahlreichen Erwachsenen hat die Zeremonie gut gefallen, und alle haben die Martinsgeschichte sowie den Sinn des „Teilens“, des „Helfens“ und „Gebens“ nicht nur in der Theorie kennen gelernt, sondern ganz anschaulich auch selbst miterlebt.“ (hh)