Ronja Ehrbar begeistert im Ruhrfestspielhaus

„Debut um 11“ heißt die Konzertreihe eines gleichnamigen Fördervereins, der junge Musikerinnen und Musiker seit 1992 durch viel beachtete Auftritte an verschiedenen Orten fördert und dem Nachwuchs oftmals zu einem Start in eine größere Karriere verhilft. Die Harfenistin Ronja Ehrbar aus Reken, nach bestandener Aufnahmeprüfung erst kürzlich in das Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen aufgenommen, beendete im prall gefüllten Kassiopeia-Saal des Ruhrfestspielhauses Recklinghausen zusammen mit der Trompeterin Annabell Bialas (24) aus Gelsenkirchen jetzt die Sommerpause der renommierten Veranstaltungsreihe.

Die Harfenistin Ronja Ehrbar (14) aus Reken, erst vor kurzem in das Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen aufgenommen, begeistert ihr Publikum bei einem „Debut um 11“-Konzert im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.

Ronja, Schülerin des Gymnasiums Maria Veen, eröffnete das anspruchsvolle Programm mit der Sonate in C-Moll von Giovanni Pescetti in der Fassung von Carlos Salzedo. Dieses anspruchsvolle Pflichtstück für Harfenstudenten ist vor allem auf Grund der vielen Pedaländerungen nicht einfach. Bei einer Länge von knapp 8 Minuten musste die junge Harfenistin 140-mal die Pedaleinstellungen ändern, was ihr mit wunderbarer Leichtigkeit gelungen ist.

Ronja Ehrbar (l.) und ihre Musiker-Kollegin Annabell Bialas (2.v.l.) werden dem Publikum vorgestellt.

Daran anschließend präsentierte die Vierzehnjährige das moderne Stück Fire Dance von David Watkins, bei dem sie auf den Harfensaiten das sinnliche Spiel der Flammen mit viel Gefühl auflodern ließ, bevor sie das Publikum mit einer Interpretation des romantischen Stückes La Source von Albert Zabel sehr zu beindrucken wusste. Nach diesen zarten, einer entspringenden Quelle ähnelnden Klängen schloss Ronja ihren Beitrag mit der immer wieder nachgefragten Darbietung des Baroque Flamencos von Deborah Henson-Conant einmal mehr feurig ab. Die junge Künstlerin aus Reken erhielt anschließend so viel Applaus, dass Sie noch ein zweites Mal zum Verneigen auf die Bühne zurückkommen musste. „Chapeau Ronja. Mach weiter so!“ (pi/hh)

Ronja Ehrbar (Harfenistin)….

… wurde 2005 in Borken geboren, wohnt in Reken und spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Blockflöte. Durch das Bild eines Harfe spielenden Engels in einem Buch ihrer Großmutter fasziniert, begann sie mit sechs den Harfenunterricht bei Sonja Jahn in Dorsten. Dreimal nahm sie am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und gewann jeweils Erste Preise sowie Sonderpreise. Zuletzt erhielt sie 2017 im Fach Harfe solo auf Landesebene als einzige in ihrer Altersklasse die Höchstpunktzahl. Ronja tritt regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin wie auch in verschiedenen Orchestern auf, darunter das Jugendsinfonieorchester Recklinghausen. Mehrfach war sie bereits im Fernsehen zu sehen, unter anderem live in der Sendung „Daheim und unterwegs“ des WDR sowie in der Abendsendung „TV total“ bei Stefan Raab. Ronja hat an Harfenworkshops u. a. bei der niederländischen Harfenistin Gwyneth Wentink teilgenommen. Zahlreiche Auftritte führten sie in den letzten Jahren ins gesamte Münsterland sowie nach Osnabrück, Bremen und in die Niederlande. Ganz aktuell bestand sie die Aufnahmeprüfung beim Landesjugendorchester NRW. Ronja spielt zusätzlich auch Cello. Einen Ausgleich findet sie vor allem beim Schwimmen.