Sie haben Abi-Abi-Abitur!

„Leinen los!“ hieß es am ersten Samstag im Juni für die 55 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums der Mariannhiller Missionare in Maria Veen. Unter dieses Motto war auch der Festgottesdienst in der Kirche St. Marien gestellt worden, mit dem die offizielle Verabschiedungsveranstaltung begann. Das nautische Thema des Gottesdienstes fand sich sowohl in der Lesung („Der Seesturm“ aus dem Markusevangelium) als auch in der anschließenden Aktion wieder: Die Schülerinnen und Schüler, die jetzt den „Hafen verlassen“, schrieben Wünsche für die anderen auf kleine Papierboote. Schulseelsorger Pater Thomas betonte in seiner Predigt, dass die Schülerinnen und Schüler sich nicht alleine auf den Weg machten, sondern dass es viele – Familie und Freunde – gebe, die sie dabei begleiten.

55 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums Maria Veen vor ihrer Verabschiedungsveranstaltung.

Die anschließende Verabschiedung in der schuleigenen Aula eröffnete Schulleiterin Sigrid Kliem. In einer emotionalen Rede würdigte sie das Engagement der Abiturienten*Innen auch über die Schule hinaus, beispielsweise bei den „Fridays for Future“-Aktivitäten. „Das zeigt, wie wichtig euch Umweltschutz und politischer Einsatz sind. Auf euch bauen wir!“ Dass auch die Abiturleistungen der Stufe besonders gut waren, verdeutlichte Sigrid Kliem im Anschluss: 19 von 55 Prüflingen haben ein Einser-Abitur, drei von ihnen sogar die „Traumnote“ 1,0 (Tim Huesmann, Sven Jüttermann und Sophia Kutsch).

Die Schulleiterin Sigrid Kliem und Pater Hubert Wendl für den Schulträger beglückwünschen die Abschlussschüler*innen.

Auch den Eltern dankte Frau Kliem herzlich, nicht nur für die Unterstützung ihrer Kinder bei den Prüfungen, sondern auch für die vielfältige Mitarbeit in den Schulgremien.  Die Schulleiterin schloss mit einem Zitat von Henry David Thoreau: „Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“ Für den Schulträger beglückwünschte Pater Hubert Wendl die Abschlussschüler*Innen und lud sie bei künftigem „Heimweh“ ein, „bei uns am Gymnasium anzulegen – am besten gleich am 21. September beim nächsten Schulfest!“

Lilly Menke und Jonas Langenhorst vom Abiturjahrgang beschließen den Ansprachen-Reigen mit humorvollen Reden über ihre Schulzeit.

Den Abschluss des Ansprachen-Reigens bildete dann die Rede aus dem Abiturjahrgang selbst. „Heute ist Pay Day“ drohte Lilly Menke zu Beginn scherzhaft an und ließ dann einen Rückblick auf die Schulzeit voller Seitenhiebe und Anspielungen folgen. Panik vor den Prüfungen, das „Hochkämpfen“ in der „Schulhierarchie“ und die vielen kleinen und großen Kuriositäten im Schulalltag wurden hier ausgiebig durch den Kakao gezogen. Jonas Langenhorst ergänzte noch Anekdoten von Kursfahren und betonte die Unerschütterlichkeit der „Westfälischen Runde“ in der Stufe, bei der sich Jungen und Mädchen stets wie von Zauberhand getrennt platzieren. Insgesamt habe man „viele schöne Erfahrungen“ gemacht, aber jetzt gelte: „Wir sind fertig und die Lehrer am Ende“. (pi/hh)