Viele Kilometer für den guten Zweck

Endlich wieder deutlich unter 30 Grad, der Himmel heiter bis wolkig – es herrschten ideale äußere Bedingungen beim Sponsorenlauf des Gymnasiums der Mariannhiller Missionare. Die Schüler*innenvertretung hat die Veranstaltung organisiert, um Geld unter anderem für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln und die Schülerschaft zum gemeinschaftlichen Engagement zu aktivieren. Alle Schülerinnen und Schüler hatten eigene „Sponsoren“ gebeten, ihnen „Rundengeld“ für den guten Zweck zu spenden. Die abgesteckte Laufstrecke von insgesamt rund 500 Metern führte einmal um die Schule herum bis zu einer Stempelstelle, an der die jeweilige Runde markiert wurde.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Maria Veen starten zum Sponsorenlauf.

„Wer von euch hat einen Sponsor? Wer zwei? Wer hat drei?“ Vor dem Start des Laufes heizte Schulleiterin Sigrid Kliem erst einmal die Stimmung an und motivierte die Schüler*innen zu einem engagierten Lauf. Und selbst bei der Frage nach fünf oder mehr „Sponsoren“ gingen noch viele Finger nach oben – die Teilnehmer*innen hatten also gut für ein tolles Gesamtergebnis vorgesorgt. Kurz nach 9 Uhr wurde dann der Countdown heruntergezählt. Mit dem Startsignal machte sich die gesamte Schulgemeinschaft auf zum „Runden-Hamstern“.

Nach dem „Runden-Hamstern“ spielt die schottische Band „Single by Sunday“ mit fröhlichem Pop-Punk auf.

Einige legten los, als wollten sie olympische Rekorde einstellen, während andere sich erst einmal ihre Kräfte einteilten und einen ausgiebigen „Wandertag“ aus der mehrfachen Bewältigung der Strecke machten. Alle aber passierten früher oder später die Stempelstellen, bei denen pro Runde der Körper mit dem blauen SV-Logo „verziert“ wurde. Mit der Zeit wurden so Arme, Beine, ja sogar Gesichter und Nacken der Läufer*innen mit immer mehr blauen Stempelflecken übersät. „Noch dreimal, dann habe ich 25 Runden“, ruft eine unermüdliche Schülerin, während neben ihr einige Jugendliche erst einmal auf einer Bank eine Rast einlegten.

Von der Schülervertretung wurden Getränke und Hotdogs angeboten. Damit konnten die Läuferinnen und Läufer ihre Energiereserven auffüllen, um weitere Meter in Spendengeld umzumünzen. Schüler*innen der Q1 legten für die gute Stimmung Musik auf, und die 9c bildete die Streckenposten, damit alles fair blieb. Bei vielen Teilnehmern standen am Ende zweistellige Kilometerzahlen auf dem „Laufzettel“. Als schließlich nach zweieinhalb Stunden das Schlusssignal für alle ertönt, brauchten die meisten nur eine kurze Regeneration, denn schon wartete ein weiteres Spektakel.

Die schottische Band „Single by Sunday“ hatte den Schulhof geentert. Die vier Glasgower mit den knallbunten Haaren gaben ordentlich Gas und pusteten mit fröhlichem Pop-Punk die letzte Erschöpfung der Anwesenden fort. Dann wurde es allerdings etwas ruhiger, denn „Single by Sunday“ hatten noch ein anderes Anliegen. Bei einem Gespräch mit den Schüler*innen erzählten sie von ihren Erfahrungen mit Mobbing und unfairem Umgang, den sie erlebt hatten. Mia Krause, die als Eventmanagerin die Gruppe begleitet und auch den Kontakt zur Schule vermittelt hat, übersetzte dabei. Die Musiker ermutigten jeden, Mobbing und ähnliches nicht hinzunehmen, sondern dagegen anzugehen. Man solle die Erlebnisse vor allem nicht verschweigen und in sich hineinfressen: „Wendet euch an jemanden, dem ihr vertraut!“ (pi/hh)