Keine weiteren Hundekotstationen und Freilaufflächen

Da es sich um eine Angelegenheit der Abfallbeseitigung handelt, hat sich der für diese Thematik zuständige Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss im Rahmen seiner Sitzung vom 8. Mai mit einem Bürgerantrag auf Aufstellung von neun weiteren Hundekotstationen samt Abfallbehältern im Ortsteil Bahnhof Reken und dem Einrichten einer Hundefreilaufzone beschäftigt. Angeregt worden ist in der Eingabe, hierfür die Grünfläche am Kriegerehrenmal in Bahnhof Reken als Hundefreilaufzone herzurichten.

Annette Höller vom Ordnungsamt nahm zu dem Antrag Stellung. Sie teilte mit, dass das Thema Hundekot in der Tat ein Dauerbrenner sei und regelmäßig Beschwerden über verantwortungslose Hundehalter eingingen. Demnach würde der Kot oftmals liegen gelassen, manchmal auch inklusive Beutel einfach in die Natur, in Beete und in Straßeneinläufe geworfen anstatt vorschriftsgemäß in der heimischen Restmülltonne entsorgt: „Ein solches Verhalten stellt natürlich eine Ordnungswidrigkeit und in besonderen Fällen sogar eine Straftat dar. Wer sich so verhält läuft Gefahr, angezeigt zu werden und Bußgelder zahlen zu müssen.“ Zum Thema Hundefreilaufzonen berichtete Frau Höller, dass es drei solcher Flächen in Reken gäbe, und zwar an der Schützenfestwiese in Groß Reken sowie bei den Hundevereinen auf dem Blomberg und dem Gevelsberg.

In Reken werden insgesamt 1.800 angemeldete Hunde gehalten, verteilt über alle Ortsteile. Aus diesem Grund ist die Verwaltung der Meinung, dass im Falle einer Stattgabe des Bürgerantrages grundsätzlich in allen Ortsteilen gleichermaßen Dog-Stationen und zusätzliche Abfalleimer aufgestellt werden müßten. Neben den neun angeregten und dem einen bestehenden Standort in Bahnhof Reken kämen flächendeckend weitere 10 Hundekotstationen in Maria Veen, 5 Stationen in Klein Reken, 15 Stationen in Groß Reken und 1 Station im Ortskern von Hülsten in Betracht. Als Anschaffungskosten wären 43.200 Euro bereitzustellen, für die laufenden Kosten sowie für regelmäßige Entleerungen der Abfallgefäße und die Entsorgung weitere 40.000 Euro pro Jahr.

Nach ausführlichen Diskussionen kamen die Damen und Herren des Ausschusses letztlich übereinstimmend zu dem Credo, dass die Hundehalter wie bisher eigenverantwortlich für die Beseitigung des Kotes ihrer Hunde sein sollten, keine weiteren Dog-Stationen aufgestellt und auch keine zusätzlichen Freilaufzonen eingerichtet werden. Dem Gemeinderat wurde für dessen endgültige Beschlussfassung am 16. Mai im RekenForum allerdings empfohlen, dass

  1. die Gemeinde zukünftig kostenlos kompostierbare Kotbeutel im Bürgerbüro und eventuell über die Banken ausgibt,
  2. die Gemeinde den Hundebesitzern noch einmal den ordnungsrechtlichen Rahmen bei Verstößen gegen die Verordnung zur Hundehaltung verdeutlicht und
  3. die Verwaltung über die Erfahrungen aus der Umsetzung eines solchen Beschlusses während der Beratungen zum Haushalt 2021 informiert. (hh)