Grabenlose Rohrsanierung an der Kampstraße

Die Rohrsanierung ohne Aufgraben umfasst mehrere Verfahren zum Erhalt der unterirdischen Infrastruktur von Ver- und Entsorgungsleitungen. Sie sind notwendig, um Altersschäden von Rohrleitungen und Abwasserkanälen zu beheben. Im Unterschied zur offenen Bauweise müssen bei geschlossenen Maßnahmen keine Straßen- oder Gehwege aufgebrochen werden. Dadurch werden die Reparaturkosten gegenüber dem herkömmlichen Verfahren niedriger gehalten. Anwohner werden bei der grabenlosen Sanierung weniger durch Lärm, Staub und Abgase belästigt, und auch die Störungen des Straßen- und Lieferverkehrs sind begrenzt.

Undichtigkeiten im Regenwasserkanal des Maria Veener Kampstraße werden grabenlos im Liner-Verfahren repariert.

Bei der Reparatur des durch Risse undicht gewordenen Regenwasserkanals auf der Kampstraße in Maria Veen war eine solche bewährte Lösung möglich. Im so genannten Liner-Verfahren wurde der defekte Abschnitt inklusive der punktgenauen Lage der Hausanschlüsse zunächst mit Kameras aufgenommen und vermessen. Danach führte die Fachfirma in den Kanal einen harzgetränkten Schlauch mit dem gleichen Durchmesser wie das Rohr computergesteuert ein, der in der Folge aushärtete, die Risse überdeckte und so für erneute Dichtigkeit sorgte. Als letzten Schritt wurden dann die Hausanschlüsse per Miniroboter und PC ausgeschnitten und wieder hergestellt. (hh)