Advent, die erste Kerze brennt!

Er ist klein, übersichtlich und nicht überlaufen, er hat ein familiäres Flair und dörflichen Charme. Längst ist er in Reken etabliert, der ganz besondere Weihnachtsmarkt im Wäldchen an der Gaststätte Schneermann. Ein bisschen mit Freunden und Bekannten plauschen, dazu einen Glühwein oder eine Schokolade, knusprige Reibeplätzchen oder eine frische Waffel und nebenbei in Ruhe auch noch Geschenke für’s Fest besorgen. Auch dieses Mal wird das Angebot am ersten Adventswochenende von vielen Tannenbaum-Freunden genutzt, obwohl es sowohl am Samstag als auch am Sonntag bei usseligen Temperaturen und böigem Wind nahezu permanent regnet.

Trotz nahezu dauerhaften Regens ist der Weihnachtsmarkt im Wäldchen an der Gaststätte Schneermann auch dieses Mal wieder gut besucht.

Alles andere als gute Voraussetzungen für einen Weihnachtsmarkt, aber was soll’s. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“, stellen die Lembecker Lisa und Thomas Bergmann fest, wie viele andere auch wasserfest eingepackt und mit einem großen Schirm in das Groß Rekener Oberdorf gekommen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung, bereits zum dreizehnten Mal von Hans-Jürgen Schlottbohm und seinen fleißigen Bröker Jungs sowie dem Team um Hermann Schneermann auf die Beine gestellt, ist die Einsegnung des wandernden Adventskranzes und die anschließende Entzündung der ersten Kerze durch Pater Jörg und die Pastoralreferentin Elisabeth Stein. Von Groß Reken aus wandert der mächtige Kranz durch alle Ortsteile, bevor er zum 4. Advent schließlich in Maria Veen im Benediktushof ankommt.

Die erste Kerze des wandernden Rekener Adventskranzes, der bis Weihnachten alle Ortsteile ansteuert, ist entzündet.

Plätzchen, Marmeladen, Pralinen, Honig, feines Gebäck und Lebkuchen, dazu mehrere Imbissbereiche mit deftigen Leckereien sind an beiden Markttagen die Ziele vieler Besucherinnen und Besucher. Und wer Ausschau hält nach Krippen und Figuren, nach Kerzen, Adventskränzen und festlichen Dekoartikeln, der wird ebenfalls ohne Probleme ganz schnell fündig. Jedenfalls ist immer etwas los an den rund zwanzig Verkaufsständen, hauptsächlich betrieben von heimischen Vereinen und Institutionen wie den Messdienern, dem Missionarskreis, mehreren Kitas und Fördervereinen, der Bücherei, der Feuerwehr, der Jugendabteilung des SC Reken und der „Reibekuchen-Mannschaft“ um Andreas Fraune.

Groß ist die Palette an dekorativen Weihnachtsartikeln, hergestellt und präsentiert von örtlichen Kitas, Vereinen und Institutionen.

Mit einem vom Förderverein der Michaelschule organisierten Nikolausumzug und dem Verteilen der Nikolaustüten neigt sich der zweite Tag dem Ende zu, was Hans-Jürgen Schlottbohm von den Bröker Jungs zu einem positiven Fazit veranlasst: „Wir haben trotz des miesen Wetters einen schönen und stimmungsvollen Weihnachtsmarkt erlebt. Wenn wir auch im kommenden Jahr wieder mit der Unterstützung unserer Sponsoren sowie dem großzügigen Engagement der Gemeinde Reken rechnen dürfen, wird die Tradition im kommenden Jahr bei hoffentlich besseren äußeren Vorzeichen im Wäldchen bei Schneermann natürlich fortgesetzt. Klar ist, das es auch dann wieder familiär zugeht und wir an unserem Konzept ‚ein Weihnachtsmarkt von Rekenern für Rekener‘ festhalten werden.“ (hh)

Die duftende Reibeplätzchen-Schmiede von Andreas Fraune ist ein beliebter Treffpunkt für die Weihnachtsmarkt-Fans.