Landfrauen im Dialog mit der Politik

Im Anschluss an die Überreichung der Erntekrone an die Gemeinde Reken haben rund 20 Landfrauen des Kreisverbandes Borken und der Ortsvereinigung Reken am 11. Oktober erstmals an einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses HFA im kleinen Sitzungszimmer des Rathauses teilgenommen, um ihre Aufgaben darzustellen, ihre Tätigkeiten zu schildern und über aktuelle Themen zu berichten. Es ging den Landfrauen aber nicht nur um Aufklärung, sondern auch darum, mit den Kommunalpolitikern über die Probleme der Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen.

Nach der Überreichung der Erntekrone an die Gemeinde Reken sind die Landfrauen im Haupt- und Finanzausschuss zu Gast, stellen ihre Organisationen vor und informieren über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen.

Nachdem Anne Riddebrock vom geschäftsführenden Vorstand des Kreisverbandes und die 1. Vorsitzende Angela Schulze Tenbohlen vom Ortsverband den Sinn und Zweck ihrer Organisationen vorgestellt hatten, gingen Petra Hellenkamp und Monika Sühling vom Rekener Landfrauen-Vorstand ganz praxisbezogen aus betrieblicher Sicht auf die aktuellen Herausforderungen der örtlichen Landwirtschaft ein und meinen: „Es gibt eine breite Palette von Ackerpflanzen und eine vielseitige Tierhaltung in Reken. Blühstreifen sind bereits auf einer insgesamt 25 Hektar großen Fläche vorhanden, und die Landwirtschaft hat einen großen Anteil an einem wunderschön grünen Reken.“ Auch der gesetzlich geregelte und kontrollierte Glyphosat-Einsatz sei minimal.

„Was uns ein wenig fehlt ist die Anerkennung von außen“, konstatiert Petra Hellenkamp und ergänzt: „Die Landwirtschafts-Betriebe in Reken sind rund um die Uhr für ihre Tiere und ihre Produkte da und garantieren, dass es für alle genug zu essen gibt. Ein bißchen mehr Wertschätzung für unsere Arbeit wäre da schon angebracht!“ Fraktionsübergreifend drückten die Mitglieder des Ausschusses darauf hin ihr Verständnis aus und betonten, welch wichtige Rolle die Landwirtschaft in Reken spiele. Die Landfrauen wurden auch dazu ermuntert, mit ihren Anliegen an die politischen Gremien heranzutreten und Bürgermeister Manuel Deitert unterstrich, dass es sehr wichtig sei, im Gespräch zu bleiben: „Suchen sie weiterhin den offenen Dialog und den Weg in die Öffentlichkeit. Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, mit wie viel Herzblut die Landwirtschaft bei der Sache ist.“ (hh)