10.900 Runden für den guten Zweck

Was steckt eigentlich dahinter, wenn Frauen, Männer, Kinder und Senioren mit und ohne Behinderung scharenweise um den Gevelsberg laufen, gehen, rollen oder walken, einige nur einmal über 2,4 Kilometer, viele aber auch mehrmals und mehrere sogar ganz oft und unverdrossen über eine längere Zeit? „Bewegung an der frischen Luft tut gut, macht Spass, bringt Kondition und fördert das Wohlbefinden. Wenn man wie hier in Klein Reken dazu auch noch in der Gemeinschaft mit vielen Gleichgesinnten für einen guten Zweck unterwegs ist und jede Runde von Sponsoren honoriert wird, ist der Anreiz umso größer", antwortet die mit einer bunt gewürfelten Truppe per Bus aus Emsdetten angereiste Nora Cieslik auf diese Frage.

Los geht’s – der 8. Rekener 24-Stunden-Lauf ist in diesem Augenblick gestartet.

Rainer Kauczor, Initiator und zusammen mit den Sportfreunden Klein Reken sowie vielen Freiwilligen unentwegt mit dem reibungslosen Ablauf des Rekener 24-Stunden-Laufes beschäftigt, sieht es genauso: „Toll, wie viele Menschen unsere Benefizaktion inzwischen aktiv unterstützen. Um die 200.000 Euro sind von 2011 bis 2017 bislang für die ambulanten Kinderhospizdienste Recklinghausen, Gladbeck und Haltern am See zusammen gekommen. Mit der heutigen achten Auflage, die alle Rekorde gesprengt hat und an der so viele Hobbysportler wie noch nie teilgenommen haben, werden wir diese Summe um ein gutes Stück weiter aufstocken können. Mein Dank gilt allen Teilnehmern aus nah und fern, den Sportfreunden Klein Reken, der Gemeinde, den großzügigen Unterstützern und den Helfern."

Egal ob jung oder alt, ob mit oder ohne Behinderung - alle machen mit bei den „24 Stunden von Reken".

Insgesamt 1.518 Aktive jeglichen Alters brachten es auf die neue Bestmarke von 10.900 Runden oder die sensationelle Strecke von 26.100 Kilometern. Beinahe unglaublich, aber wahr - 137 Läuferinnen und Läufer schafften mehr als die Marathonstrecke von 42,195 Kilometern. Eine weitere Superleistung vollbrachte der Retrorunning-Weltrekordler Markus Jürgens. Geleitet durch seine ebenso starke Partnerin Jenny Wangari (sie insgesamt 22,5 km rückwärts und er 104,5 km rückwärts) schafften beide 127 Kilometer im Rückwärtsgang, honoriert mit 50 Euro je Kilometer durch die Firma Ha-Ra. Damit brachte allein dieses ungewöhnliche Duo 6.350 Euro auf das Konto der Hospizdienste! Mehr als wahrscheinlich also, dass der bisherige Spendenrekord überboten wird, wenn alle Geldeingänge im Laufe der nächsten Tage gesichtet, abschließend registriert und ausgewertet sind. (hh)

Der von seiner richtungweisenden Partnerin Jenny Wangari (r.) sozusagen auf Schritt und Tritt begleitete Weltrekordler Markus Jürgens schafft insgesamt 124 Kilometer im Rückwärtsgang.

Das gab es noch nie: 11 Kinder der „Bröker Jungs" im Alter von 12 und 13 Jahren bilden eine Staffel und sind abwechselnd 24 Stunden rund um die Uhr auf der Strecke. Das Resultat: 233 Runden oder 561 Kilometer. Chapeau!

Ideengeber und Organisator Rainer Kauczor (vorne) würdigt die große sportliche Leistung der Teilnehmer und bedankt sich bei den Helferinnen und Helfer sowie den Unterstützern und Sponsoren.