29.09.2019

Repair-Café auf Anhieb ein Volltreffer

Zum Start des Rekener Repair-Cafés hat Mechtild Benson als eine von rund dreißig Kundinnen und Kunden ihre defekte Nähmaschine mitgebracht, die nach zehn Minuten repariert ist.

Funktioniert das Radio nicht mehr, hat die Kaffeemaschine aufgegeben, läßt der Staubsauger alles liegen, streikt die Nähmaschine oder sind die teuren Küchenmesser stumpf? Gleich wegwerfen war gestern, wieder instand setzen ist heute. Das ist nachhaltig, spart Geld, reduziert die Verschwendung von Ressourcen und schont die Umwelt. „Gut und schön, aber wo kann man solche kleinen Defekte richten lassen?“ Für alle Rekenerinnen und Rekener gibt es jetzt die passende Antwort auf diese Frage. Ein fachkundiges Team von rund zwanzig ehrenamtlichen „Schraubern“ kümmert sich im Repair-Café im Seitentrakt des Vereins- und Bildungszentrums an der Wehrstraße um solche Problemfälle, jeweils am letzten Samstag eines Monats von 11 bis 14 Uhr, kostenlos und allein gegen eine erbetene Spende.

Nach monatelangen Vorbereitungen freut sich das Team der Ehrenamtler auf die Premiere der neuen Einrichtung.

Die gut besuchte Premiere am letzten September-Samstag startet mit einen kleinen Sektempfang, und Bürgermeister Manuel Deitert lobt die begrüßenswerte neue Einrichtung sowie den monatelangen Vorbereitungseinsatz des Initiators Hubert Breuer, des Ehrenamtsbüros BuVO und von Kolping sowie das Engagement aller freiwilligen Frauen und Männer im Reparatur- wie im Café-Bereich. Dann schnappt er sich seine Kinder und seinen defekten Rasenmäher und geht als erster Kunde des Repair-Cafés in die Werkräume im Obergeschoss, von der Gemeinde zum Nulltarif zur Verfügung gestellt. Aufgrund einer defekten Elektronikplatine kann der Mäher letztlich nicht ans Laufen gebracht werden, dafür aber etwa 75 Prozent aller weiteren abgegebenen Geräte.

Bürgermeister Manuel Deitert hält eine kleine Eröffnungsrede und bedankt sich beim Ideengeber Hubert Breuer (r.) sowie bei allen Helferinnen, Helfern und Unterstützern des Projektes.

Mechtild Benson und ihr Mann Norbert haben eine Nähmaschine mitgebracht, deren Tretpedal nicht mehr funktioniert. „Nach zehn Minuten war der Fehler gefunden und ruckzuck behoben“, berichten die Beiden. Bei Kaffee und Kuchen - ebenfalls gegen eine Spende erhältlich - unterhalten sie sich mit anderen Gästen, die im gleich neben dem Reparaturbereich untergebrachten Café auf die Instandsetzung ihrer Gegenstände warten und sich durchweg positiv über die neue Rekener Einrichtung äußern. Sehr erfreut über den gelungenen Start ist auch der Ideengeber Hubert Breuer: „Danke an alle Unterstützer, an die Frauen und Männer unseres Teams, an die Gemeinde und an alle Kunden, die unser Repair-Café gleich bei der Premiere genutzt haben. Das gespendete Geld benötigen wir für die Anschaffung von Werkzeugen und den Kauf von Materialien, ist aber auch für gemeinnützige Zwecke gedacht!“ (hh)

Im Café kann man bei Kaffee und Kuchen auf seine Geräte warten oder einfach nur ein Pläuschchen mit anderen Kundinnen und Kunden halten.